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Beobachtungsbericht vom 30.09.00 21.30Uhr bis 23.00 Uhr MESZ
Instrumente: Fernglas 10x50, Tak 78FS Brennweite 630mm und 10"SCT Brennweite 1600mm 1,25" Okulare: 6mm Pl, 8.8mm SWA, 32mm Pl
2" Okulare: 20mm Nagler und 56mm PL Sichtbedingungen: knapp über 5m5 im Zenit in Horizontnähe dunstig Seeing: mäßig
nachdem ich nun die Objekte des Monats September "abgearbeitet" hatte, nutzte ich die herrliche Nacht, um noch andere Objekte zu
spechteln.
Mittlerweile war die Durchsicht auf ca. 5m5 angestiegen und so kramte ich meine Nebelfilter aus der Kiste.
NGC 6992 Cirrusnebel östlicher Teil Mit 20mm Nagler (80x) und OIII-Filter im
SCT spannt sich das Nebelband quer durch das Gesichtsfeld vor rabenschwarzem Hintergrund. Langsam fahre ich mit der Steuerung den Nebel ab. Reichlich Strukturen sind zu erkennen. Im Nordteil kann ich den
"Sturmreiter" (ich bezeichne das Teil eigentlich als kleinen Amboß) erkennen. Zum Süden hin franst der Nebel fantastisch aus. einfach ein spitzenmäßiges Bild. Mit dem 32mm Pl (20x) und UHC-Filter im
Tak bin ich von dem Bild richtig begeistert. Der Nebel nimmt ca. 2/3 des Gesichtsfeldes ein. Schön sind noch die umgebenden Sterne zu erkennen. Der Hintergrund wird durch das Filter schön abgedunkelt. Deutlich
sind die ausgefransten Strukturen im Südteil des Nebels zu sehen. Ich kann mich gar nicht Sattsehen. Mir juckt es förmlich in den Händen, den Nebel einmal zu zeichnen. Jede noch so tolle Fotografie kann mit dem
direktem Blick "life" auf das Objekt nicht mithalten. Zum Schluß schraube ich die 2" Aufnahme ans´Tak. Mit dem 56mm Pl (12x) und OIII-Filter ergibt sich auch hier ein herrlicher Anblick des
Nebels mit den umgebenden Sternen. Selbst bei nur 3" Öffnung kann der dichte OIII-Filter sinnvoll eingesetzt werden.
NGC 6960 Cirrusnebel westlicher Teil Mit dem 20mm Nagler und OIII-Filter läst
sich der Nebel schön in SCT beobachten. Der Stern (52 Cyg) stört zwar etwas, aber trotzdem ist die Struktur schön zu erkennen. Wiederum fahre ich den Nebel mit dem Teleskop ab. Der nördliche Teil wirkt wie ein
langgezogenes "S", dessen Ende wie eine Kerzenflamme spitz ausläuft.
NGC 7000 Nordamerikanebel Mit dem 56mm Pl im Tak und OIII-Filter bin ich richtig sprachlos. Der komplette Nebel paßt
wunderbar ins Gesichtsfeld. Gewöhnungsbedürftig ist nur, das Nordamerika spiegelverkehrt erscheint. Deutlich ist Mexiko, die Ost- und die Westküste zu sehen. Der Nördliche Teil verliert sich dann im
Himmelshintergrund. Mit dem 20mm Nagler + OIII-Filter im SCT sind die Strukturen zwar detaillierter (Besonders Mexiko), aber dadurch die Gasamtansicht nicht mehr da ist, ist der Nebel nicht mehr so eindrucksvoll.
Schön lassen sich die Küsten abfahren.
IC 5067 Pelikannebel Direkt neben NGC 7000 werfe ich noch einen Blick mit dem 56mm Pl +OIII-Filter auf dieses Objekt. Der Nebel ist erkennbar und relativ
strukturlos. Im Tak mit dem 32mm Pl + UHC-Filter kann ich den Nebel nur bei indirektem sehen erahnen. Nicht´s berauschendes.
M27 Hantelnebel 6mm Pl (105x) ohne Filter im Tak. Der Nebel ist als
Hantel deutlich sichtbar. Mit UHC-Filter ist der Hintergrund deutlich abgedunkelt. Die Außenbereiche des Nebels sind zwar erkennbar, aber bei 3" Öffnung ist nicht allzuviel herauszuholen. Ganz anders im
SCT. Mit dem 8.8mm UWA ist selbst ohne Filter der Nebel schön zu sehen. Die Handelform ist deutlich, und auch die Außenbereiche mit den Henkeln sind erkennbar. Das "Aha-Erlebnis" kommt dann mit dem
UHC-Filter. deutlich sind die Außenbereiche mit den Henkeln vor rabenschwarzem Hintergrund zu sehen.
M71 Kugelsternhaufen Dieser Haufen ist sehr schwach. mit dem 8,8mm UWA im SCT ist der Haufen zwar
aufgelöst und wirkt sehr locker (wirkt fast wie ein dichter offener Haufen) Im Tak ist der Haufen mit 6mm Pl deutlich auszumachen und in den Randbereichen weit aufgelöst. Wirkt aber insgesamt sehr schwach. Kein
Vorzeigeobjekt.
NGC 6886 plan. Nebel Durch seine Ausdehnung von nur 6" ist dieser Nebel im SCT mit dem 8.8SWA nur stellar zu sehen. Ein Objekt zum Abhaken.
PK 50+3.1 plan. Nebel.
trotz intensiver Suche konnte ich nur den Zentralstern erkennen. Vom Nebel selbst keine Spur
NGC 7331 Galaxie Mit dem 20mm Nagler im SCT deutlich heller Kern mit sehr schwachen diffusen ovalen Randbereich.
Strukturen sind keine auszumachen. Auch im Tak ist diese Galaxie deutlich erkennbar.
Stephan´s Quintett Da ich nun mal in der Nähe bin, beschloß ich, mich an "meinem" Galaxienhaufen zu
probieren. Ca. 10 Minuten biß ich mir förmlich die Zähne aus. Mit den 8.8mm UWA im SCT bei 2500mm Brennweite stimmten zwar die Sterne mit der Aufsuchkarte überein, aber die Galaxien konnte ich nicht
identifizieren. Das konzentrierte suchen strengt unwahrscheinlich die Augen an, und so legte ich mal eine Pause ein. ich legte mich in den Liegestuhl und schaute mit dem Fernglas (10x50) nach dem
Nordamerikanebel. Er war deutlich zu erkennen. Da ich das OIII-Filter noch auf den Tisch liegen hatte, kam mir eine Idee. Mit 2" paßte das Teil genau auf die Objektivfassung des Fernglases. einäugig schaute
ich mit Filter zu NGC 7000. Bingo. Der Nebel hob sich deutlich vom Himmel ab. Die Suche nach dem Cirrusnebel war ebenso erfolgreich. Beide Komponenten konnten erkannt werden. Nach dem kleinen Zwischenstop
versuchte ich mich wieder an Stephan´s Quintett. Wiederum glotzte ich mir bald die Augen aus dem Kopf. Irgendwie sah ich was fleckiges. Doch mir kam es so vor, daß mein Gehirn mir einen Streich spielen will. Bevor
ich noch grüne Männchen sehe, beschloß ich, den Abend langsam Ausklingen zu lassen.
H+Chi Persei 2x Offener Sternhaufen Als Betthupferl gönnte ich mir noch einen Blich auf dieses Vorzeigeobjekt. Mit
dem 20mm Nagler im Tak bei 400mm Brennweite (mit Brennweitenverkürzer)ein fantastischer Anblick.
Zufrieden räumte ich noch die Okulare und Filter weg und ging zufrieden zu Bett
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