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Instrumente: Tak 78FS Brennweite 630mm und 10"SCT Brennweite 1600mm 1,25" Okulare: 9.5mm Pl, 8.8mm SWA, 32mm Pl
2" Okulare: 20mm Nagler, 56mm SP Sichtbedingungen: knapp über 5m im Zenit in Horizontnähe dunstig besonders Richtung Osten Seeing: mässig bis gut
heute machte ich mich einmal daran, die deep-sky Objekte aus dem Novemberheft 2000 von “Sterne und Weltraum” abzuarbeiten. Gegen 18.30
Uhr war der Himmel schon schön dunkel. Der Doppelhaufen h und chi Persei und M31 waren ohne Probleme zu erkennen. Um den Anfang nicht zu schwer zu machen, genehmigte ich mir erst ein paar einfache Objekte. Als
erstes nahm ich M45, die Plejaden ins Visier. Bei 20facher Vergrösserung im Tak war der Sternhaufen komplett zu überblicken. Ich bildete mir ein, den blauen Reflexionsnebel wahrnehmen zu können. Mit 30facher
Vergrösserung im SCT warf mich das Bild bald um. Ja, der Reflexionsnebel ist tatsächlich zu sehen. Das Bildfeld war gerade gross genug, um den Haufen komplett abzubilden. Da er so schön leuchtete warf ich um
18.40 Uhr MEZ einen Blick auf Jupiter. Ich hatte noch des 56er SP im SCT und da war der Planet recht klein mit drei Monden zu sehen. Drei Monde? Wo ist den der vierte Mond geblieben? Der Wechsel auf das 8.8mm SWA
Okular brachte Klarheit. Der Mond Europa war nur noch eine Winzigkeit vom Jupiterrand entfernt. Ich stellte mir meinen Gartenstuhl so, dass ich bequem im Sitzen den weiteren Verlauf verfolgen konnte. Um 18.43 MEZ
klebte der Mond schon wie ein Pickel am Jupiterrand um dann 19.46 MEZ komplett über den Rand zu kriechen. Ein kurzer Blick ins Tak mit 100-facher Vergrösserung zeigte das geschehen zwar bedeutend kleiner aber
dennoch wunderbar. Mühsam konnte ich noch den Weg des Mondes vor der Planetenoberfläche weiterverfolgen, aber dann war das seeing doch zu schlecht, um es geniessen zu können. Weiter geht’s zum Saturn. Die
Cassiniteilung war wieder sichtbar aber das seeing macht sich doch bemerkbar. Weil es so schön mit den einfachen Objekten ist, noch ein Schwenk ins Zenit zu dem Vorzeigeobjekt h und chi Persei. Bei 20facher Vergrösserung ist der Anblick mit dem Tak einfach zum Verlieben. Wie Diamanten warfen die Sterne ihr Feuer auf einem samtenen
Himmelshintergrund und als Krönung zog noch ein ca. 8mag heller Satellit durch das Blickfeld. (War ich jetzt nicht schön poetisch? :-)) Im SCT mit 80facher Vergrösserung sind die Beiden Haufen gerade noch im
Blickfeld des 20mm Nagler unterzubringen, aber es fehlt halt noch etwas Umgebung. Und dadurch ist der Doppelhaufen zwar heller, aber nicht mehr so Eindrucksvoll. Als letztes einfache Objekt schwenkte ich zu M31, den Andromedanebel. Im Tak mit 20facher Vergrösserung war der Kern hell und deutlich zu sehen und nach einigem hinsehen zeigten sich die Ausläufer der
Galaxie über das gesamte Blickfeld. Die Begleitgalaxie M110 war nur zu erahnen. Im SCT mit 30 fach war der Kern von M31 deutlich heller aber das Objekt ist halt zu gross. Naja, noch ein allerletztes kommt noch: M33 ein kurzer Schwenk ins Sternbild Dreieck zeigte in beiden Teleskopen einen relativ hellen Kern. Im SCT wurden bei indirektem Sehen die Ausläufer
der Galaxie erkennbar, aber als Spiralarme konnte ich es nicht erkennen.
So, genug der einfachen Objekte! Jetzt geht’s ans Eingemachte.
NGC 609:
Dieser offene Haufen dämpfte meinen Elan doch erstmal. Ich konnte nichts entdecken. Ich wechselte die Okulare und schaute mir bald die Augen wund, aber ich fand nichts.
NGC 654:
der offene Haufen ist zwar auch sehr klein, aber doch auffällig. Im Tak mit 20facher Vergrösserung das Objekt gleichzeitig mit dem Nachbarhaufen NGC 663 gerade so sichtbar. Im SCT mit 200facher Vergrösserung sind 3 hellere und ca. ein dutzend schwache Sterne erkennbar. mit 30facher Vergrösserung im SCT hebt sich der Haufen deutlich von der Sternenumgebung ab. Bei direktem Sehen leuchten die hellen Sterne auffällig, und bei indirektem Sehen kommen die viele schwache Begleiter zum Vorschein.
NGC 663:
Mit 40facher Vergrösserung im Tak ist der Haufen deutlich sichtbar. Die hellen Sterne sind deutlich sichtbar und auch bei indirektem Sehen offenbaren sich eine Vielzahl schwacher Mitglieder. Im SCT mit 80facher Vergrösserung entpuppt sich der Haufen als recht sternenreich. Mit dem 56mm SP im SCT wirkt dieser Haufen allerdings am schönsten im Kontrast zu dem Nachbarhaufen NGC 654.
NGC 1023:
mit 80fach im SCT ist diese Galaxie deutlich zu erkennen. Der Kern ist recht hell und das Halo ist 1:2,5 elongiert. Bei längerem Hinsehen mit 200facher Vergrösserung erinnert das Bild an eine Miniversion von M31. Mit 100facher Vergrösserung ist der Galaxienkern auch im Tak zu erkennen. Der Unterschied zu einem Stern ist allerdings recht gering.
NGC 1039 (M34): Mit 20facher Vergrösserung ist dieser offene Sternhaufen ein netter Anblick im Tak. Mit 30fach im SCT sehr auffällig.
Aber so viele offene Haufen hintereinander lassen mich dann doch etwas ermüden.
A4 (PN 144.3-15.5):
dieser planetarische Nebel sorgte dafür, dass mein Ehrgeiz wieder geweckt wurde. Trotz den Versuchen mit Nebelfilter erblickte ich einfach NICHTS! Ein Blick in Guide zeigte mir, dass dieses Objekt nur 16m7 hell (besser dunkel) ist. Also eher eine Herausforderung mit der CCD-Kamera. In der Nachbarschaft konnte ich einen 12m9 Stern identifizieren.
IC 289 (PN 138.8+2.8): Dieser Planetarische Nebel fällt trotz seiner Helligkeit von 12m3 in die gleiche Kategorie wie sein Vorgänger:
Ein Schuss in den Ofen :-( Da kann ich mich wenigstens an dem Bild erfreuen, welches ich am 05. November 2000 aufgenommen hatte
King5 (OCL 384):
Recht unscheinbar zeigten sich eine Hand voll schwacher Sterne in einem Bereich von 5’ im SCT. Ein stinklangweiliges Objekt.
Langsam werde ich müde und genau zur rechten Zeit bringt mir meine liebe Frau das Abendbrot in die Sternwarte (hier ein öffentliches
Küsschen als Dankeschön) ;-)) Die heisse Zitrone wärmte ausgezeichnet, aber ich musste höllisch aufpassen, dass ich im dunklen nichts auf meine Filter und Okulare giesse.
NGC 1499:
Der California Nebel ist durch seine Aussdehnung von 240’ in der Länge ein schwieriges Objekt. Nur durch hin und herfahren mit dem 56mm SP im SCT konnte ich den Nebel erahnen. Der Einsatz des OIII-Filters brachte kaum ein besseren Kontrast. Mit dem Tak hatte ich an diesem Nebel auch mit UHC-Filter keine Chance.
NGC 1501:
Dieser planetarische Nebel ist mit 200fach im SCT als verwaschener Fleck deutlich zu sehen. Die Verwendung des UHC-Filters bringt einen deutlichen Kontrastgewinn. Bei indirekten sehen mit 100fach und UHC war der Nebel erkennbar.
NGC 1502:
Hurra! Wieder ein offener Sternhaufen. Wirkt bei 200facher Vergrösserung im SCT recht ansprechend einige Dutzend Sterne sind sichtbar. Im Tak mit 20fach ist der Haufen sehr klein, aber doch durch die hellen Sterne sehr auffällig.
S209 und S208:
Bei diesen HII-Regionen hatte ich keine Chance. Bei S209 konnte ich dafür den offenen Haufen NGC 1528 in direkter Nachbarschaft bewundern.
IC 361: ein winziger offener Haufen ist ist bei 200fach im SCT so einigermassen sichtbar.
Beim letzter Biss in die schon gefrorene Schnitte beschliesse ich für diesen Tag Schluss zu machen.
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