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Beobachtungsbericht vom 23.04.01 Ort: Langenchursdorf 50°52´15"N 12h38m43s E
Optik SCT 10" 1600mm und Takahashi FS78 630mm Okular: 20mm Nagler 2", 8.8mm, SPl, 32mm SPl und 6.2 Pl Seeing: 3-4 Durchsicht: knapp über 5m5 im Zenit, am Ost-Horizont dunstig
(Lichtglocke von Chemnitz)
Der zweite schöne Tag seit langem lud wieder zum spechteln ein und so nahm ich mir als erstes die Objekte des Monats vor http://www.amateurastronomie.at/M92/ODM/01_04.htm
Noch in der Dämmerung gegen 21.15 MESZ begann ich mit
2 Comae Berenices : Dieses Doppelsternsystem mit 3,7" Distanz lässt sich
im Tak bei 100fach
deutlich trennen. Auf Grund der geringen Öffnung von 3Zoll macht sich das Seeing nicht so stark bemerkbar wie im 10" SCT. Im SCT mit 80fach kann ich die beiden Sterne gerade so trennen, aber sie wabern mächtig hin und her und manchmal verschmelzen sie komplett miteinander. Bei 200fach im SCT ist der Abstand sehr gross. Doch das bescheidene Seeing beeinträchtigt die Beobachtung sehr stark.
Da es gegen 21.30 MESZ immer noch sehr hell ist, bleibe ich bei den Doppelsternen und wage mich an
35 Comae Berenices: Im
Karkoschka ist dieser Doppelstern mit einer Distanz von 1.1" verzeichnet. Beim Blick durch das Teleskop entdeckte ich nur in 20" Abstand einen schwachen gelben Stern, doch der konnte es nun wirklich nicht sein. Also konzentrierte ich mich im SCT mit 200facher Vergrösserung auf den hellen weissen Stern. Wenn das Seeinig doch endlich mal besser würde. Ca. 5min stierte ich auf den hüpfenden Stern. Und siehe da, in Bruchteilen von Sekunden der max. Luftruhe konnte ich die 2. schwächere Komponente gerade so nördlich(?) des Hauptsternes trennen. Na ja, trotzdem mache ich mir mal ein Fragezeichen in die Notizen.
Mittlerweile ist es gegen 22.00 MESZ doch recht dunkel, und im Zenit kann ich Sterne bis 5m5 entdecken. Also mache ich mich auf in die Tiefen des intergalaktischen Raumes :-)
M53:
Dieser Kugelhaufen erscheint im Tak nur als verwaschener Fleck. Einzelsterne sind nicht auflösbar. Im SCT mit 80fach wirkt der Haufen im Randbereich körnig und mit 200fach ist der Randbereich ansatzweise aufgelöst. In Momenten guter Luftruhe meine ich am nördlichen Rand des Haufens einen relativ hellen Stern aufblitzen zu sehen.
M64: Die Black eye Galaxie ist im Tak nur als diffuser ovaler Nebel zu erkennen. Im SCT ist mit 80fach blickweise das dunkle Auge nördlich des Kernes zu erahnen. Oberhalb des Zentrums mit etwas
Abstand blitzt ab und zu eine schwaches Sternchen auf. Ich verbringe fast 20min mit der Beobachtung dieser Galaxie und muss immer wieder unterbrechen, da die Konzentration beim Sehen nachlässt. Das beste Bild habe ich, wenn ich mit blossem Auge an den Himmel schaue und dann ausgeruht an das Okular gehe. So sehe ich für ca. 10 sec am meisten. Dann wird das Bild aber immer schwächer und ich muss mich vom Okular abwenden (werd ich alt?)
NGC 4565: diese Galaxie in Kantenlage ist eine meiner Lieblinge, welche nach längerer
Beobachtung immer mehr Details preisgibt. Selbst im 20mm 2" Nagler (80fach) nimmt die Galaxie fast ein drittel des Gesichtsfeldes ein. Deutlich ist das Staubband auszumachen und
nordöstlich des Bulges sehe ich schwach einen Stern mit 13m2
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