Testbericht OIII Filter

Stephan@messner-online.de

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Am Montag dem 21.08.2000 wurden die bei APM bestellten Filter geliefert.

Ein UHC-Filter 1.25” gedacht für die Beobachtung planetarischer Nebel und ein OIII-Filter 2” für Emissionsnebel.
Die Nacht zum Dienstag fiel buchstäblich ins Wasser und so hörte ich mit Freude ,dass die Nacht zum Mittwoch aufklaren sollte.
Ausnahmsweise hatte der Wetterbericht recht behalten. Es wurde eine super Nacht.
Nachdem ich mit dem Pictor 201XT Autoguider
(siehe Bericht) experimentiert hatte, machte ich mich daran die Filter zu testen. Da ich keine Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Filtern hatte, ist der Test natürlich rein subjektiv.
Gegen 21.30Uhr MESZ wurde es richtig dunkel und die Milchstraße kam zum Vorschein. Als erstes steuerte ich M27 an.
Der Hantelnebel war bei 80-facher Vergrösserung im SCT als Sanduhr deutlich vor dunkelgrauem Hintergrund zu sehen. Der Versuch den UHC-Filter zu benutzen schlug leider fehl, da das Filtergewinde zu klein war. Es rutschte einfach wieder aus dem Okular heraus. In einer kurzen Email von
Markus Ludes , teilte er mir mit, dass ich ein anderes Filter bekomme.
Nach dieser ersten Enttäuschung schraubte ich das OIII-Filter ins 20mm Nagler.
Es passte :-))
Ein Blick durchs Okular bestätigte mir, dass das Geld nicht zum Fenster herausgeworfen war. Der Nebel schwebte förmlich vor dem samtschwarzen Hintergrund. Deutlich waren neben der Eieruhrform noch die umgebenden Nebelregionen sichtbar.
Ein Schwenk zu NGC7000 dem Nordamerikanebel. Hm, irgendwie fiehl mir der Nebel nicht auf. Ich fuhr manuell auf Deneb und tastete mich dann in Richtung Nebel vorwärts. Da plötlzlich tauchte die “Ostküste” auf. Natürlich, der Nebel ist doch viel zu groß, um als Ganzes gesehen zu werden. Also steckte ich das 52er Okular ins Tak78FS und hatte somit 12-fache Vergößerung. Bingo, da stand ganz Nordamerika auf rabenschwarzen Himmel.
Voller Eifer wollte ich mich nun am Cirrusnebel probieren. NGC 6992 wurde angefahren und ein Blick im 20mm Nagler zeigte mir den Nebel auf anhieb im Tak.
Mit indirektem Sehen waren die verschiedenen Strukturen erkennbar.
Mit dem 20mm Nagler im SCT bei 180-facher Vergrösserung konnte ich regelrecht durch den Nebel wandern. Ich war richtig happy.

Fazit: Der OIII-Filter hat sich meiner Meinung nach gelohnt. Und den UHC-Filter werde ich schnellstmöglich ausprobieren.

Da es schon gegen 24.00Uhr ging. Wollte ich den Cirrusnebel noch mit der CCD-Kamera festhalten. Eine Testaufnahme mit 640mm Brennweite und 600s Belichtungszeit, führte mir vor Augen, wie schwach der Nebel eigendlich ist.
Ich machte eine Serienaufnahme von 15 Bildern á 600s. Zwischenzeitlich ging ich zu Bett und stellte den Wecker auf 2.00Uhr.
Ruckzuck war ich eingeschlafen und kurz darauf klingelte schon wieder der Wecker. Schnell wieder in die Sternwarte und noch die Dunkelbilder aufgenommen. Im Nachhinein musste ich allerdings feststellen, dass ich für die CCD-Aufnahmen am Tak unbedingt ein IR-Sperrfilter benötige. die Sterne sind sonst unscharf.

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