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Beobachtungsbericht vom 30.09.00 20.30Uhr bis 21.30 Uhr MESZ
Instrumente: Fernglas 10x50, Tak 78FS Brennweite 630mm und 10"SCT Brennweite 1600mm 1,25" Okulare: 6mm Pl, 8.8mm SWA, 32mm Pl
2" Okulare: 20mm Nagler und 56mm PL Sichtbedingungen: knapp über 5m im Zenit in Horizontnähe dunstig Seeing: mäßig
Da nun der Monat seine letzten Stunden erlebt, wurde es höchste Zeit, die
Objekte des Monats mal unter die Lupe (sprich Teleskop) zu nehmen. Schon mehrere Tage herrscht bei uns gutes Beobachtungswetter und die Nacht vom Freitag zum Samstag nutzte ich zum Ausführlichen Fotografieren.
Wenn die Bilder auf meiner HP sind, gebe ich mal bescheid. Aber nun zum Thema: Gegen 20.30Uhr MESZ ging ich in die Sternwarte. Als erstes nahm ich den "Karkoschka" zur Hand und unter Zuhilfenahme der
Aufsuchkarte E23 fand ich den Kugelsternhaufen M15 mit dem Fernglas auf anhieb. Einfach von EpsilonPeg leicht nach NW und schon ist der Kugelhaufen als verwaschener Fleck zuerkennen. Der helle Kern sticht förmlich
ins Auge. Mit dem 6mm Pl im Tak (105x) sehr heller Kern und mit indirektem Sehen Rand teilweise aufgelöst. Im SCT mit dem 8.8 UWA (181x) ist M15 ein Genuß. Glänzend heller Kern und bis fast ins Zentrum
aufgelöst. Steht wenig M13 nach. Die Dunkeladaption wird immer besser und ich kann mich gar nicht mehr satt sehen. Irgendwie ist M15 nicht mehr so gut zu beobachten. Ein Blick zeigt eine Kondensspur eines
Flugzeuges, welche genau durchs Blickfeld zieht.
Also erst mal weiter zu Omikron Cep. Im Tak mit 105x ist der Doppelstern deutlich getrennt. Der helle Hauptstern steht im schönen Kontrast zu seinem
schwachen Begleiter. Der Einsatz der 2-Fach Barlow (210x) trennt die Komponenten noch deutlicher. Im SCT bei 181x ist die Trennung der beiden Komponenten fast doppelt so groß, wie der Sternenscheibchendurchmesser
der Hauptkomponente. Ein schönes Objekt!
Nachdem sich der Kondensstreifen bei M15 verzogen hatte, schaute ich dort noch mal vorbei. Der Haufen ist im SCT bei 181x wunderbar aufgelöst. Deutlich ist
der stärkere Kontrast gegenüber der Beobachtung von vorhin zu erkennen. Irgendwie habe ich den Eindruck, daß die Außenbereiche des Haufens recht unregelmäßig verteilt sind. Ich würde fast sagen, es wirkt
beinahe wie ein aufgeblasenes Dreieck. Da! 20.51Uhr schießt ein schwacher Satellit genau durch das Zentrum von M15. Was für ein Zufall. Da ich die Barlow im Tak noch hatte, schaute ich noch mal mit dem
6mm Pl. Der Haufen ist recht groß, aber nur in den Randbereichen aufgelöst (bei indirektem Sehen).
Weiter zu NGC 752. Der Offene Haufen steht noch ziemlich tief und die Sicht wird durch leichtem Dunst
beeinträchtigt. Im SCT mit dem 20mm Nagler (80x) ist fast das gesamte Gesichtsfeld mit relativ gleichmäßig hellen Sternen übersäht. Mit dem 56mm Pl im SCT sieht die Sache schon besser aus. Auch im Tak mit dem
32mm Pl (20x) wird die Haufenstruktur deutlich. Der Haufen wirkt etwas dreieckig. Ansonsten finde ich den Haufen nicht all zu beeindruckend.
M110 Interessant mit dem 52mm Pl (30x) im SCT. Durch die
Geringe Vergrößerung ist das Zentrum von M31 noch am Bildfeldrand zu sehen. M110 ist als schwaches Oval erkennbar. Im Tak mit dem 32mm (20x) ist M110 bei indirektem sehen zu erkennen. Mit dem 8.8UWA (70x) ist das
Oval deutlich zu sehen. Es wirkt fast wie M31 durch ein schwaches Opernglas beobachtet. Mit 20mm Nagler (80x) im SCT ist das Oval deutlich zu sehen. Kern ist relativ hell und die schwachen Außenbereiche heben
sich _sehr_ schwach vom Hintergrund ab. Mit dem 8.8mm UWA (181x) nimmt die Galaxie ca. die Hälfte des Gesichtfeldes ein.Anhand der fehlenden Strukturen bleibt das Objekt für mich allerdings relativ uninteressant.
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