Saturnbedeckung vom 12.01.2001

Stephan@messner-online.de

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Beobachtungsbericht vom 01.12.2001
Ort: Langenchursdorf 50°52´15"N 12h38m43s  E

es ist doch zum Haare ausraufen. Das kann doch nicht war sein!
Aber erst mal  der Reihe nach:

Guten Morgen liebe Astrogemeinde,

der gestrige Tag begann wie fast überall in Deutschland mit bleigrauem Himmel. Die  Saturnbedeckung von eben hatte ich eigentlich schon abgeschrieben, da entdeckte ich unter
www.wetter-online.de die Nachricht, daß  es im laufe der Nacht zum Samstag im Osten aufklaren sollte. Ich schöpfte Hoffnung.

Freitag gegen 20.00 Uhr war noch alles grau in grau. Nur der Vollmond verriet durch die Aufhellung der Wolkendecke seine Anwesenheit.  Gegen Mitternacht konnte ich es kaum fassen: Es klarte auf!
Runter in die  Sternwarte und das Teleskop hergerichtet. Die Philips ToUCam an da 10"SCT gesteckt und drauf auf Saturn. Das Seeing war mäßig, aber die Cassiniteilung war fast durchgehend zu sehen. Prima!
Gegen 01.00 Uhr heute früh war der Himmel vollends wolkenfrei. Was soll da noch schief gehen?
Ich haute mich für 2 Stunden noch mal aufs Ohr und wurde gegen 3.00 Uhr vom Wecker geweckt. Meine Frau zeigte durch leises Murren ihr Unverständnis. Ich schaute zum Dachfenster raus. Schei...e! Lauter Wolken!
Aber ein paar Wolkenlücken ließen  mich neuen Mut schöpfen. Runter in die Sternwarte und voller Bangen gewartet.  Zwischen den Wolken zeigte sich Saturn wunderbar neben den extrem hellen  Mondrand. Doch immer wieder versperrten Wolken die Sicht. Der Blick nach  Osten zeigte einen klaren Himmel, aber die Wolkengrenze ging genau durch den Zenit. Natürlich stand Gevatter Mond beleidigt auf der Wolkenseite  :-(
Noch einmal blinkte Saturn sehr nah am Mondrand auf. Und dann war  die Wolkendecke dicht. Pünktlich gegen 03.37 Uhr ließen die Wolken einen  Hauch von Licht durch und ich erkannte wie der Saturn gerade am Mondrand  verschwand. Ich konnte gerade noch rechtzeitig die Videoaufnahme Starten. Aber nach 10 Sekunden war schon wieder Schluß. Die Wolkendecke war in Richtung SW komplett dicht und ein Warten auf den Austritt ist somit witzlos.

Nachtrag:
Die 10 Sekunden Viedeosequenz durch die Wolkendecke ließen sich doch einigermaßen weiterverarbeiten:

Das Problem an diesen Aufnahmen ist der enorme Kontrastunterschied zwischen Saturn und Mond. Ich habe mit Hilfe von Masken den Kontarst beider Objekte ausgeglichen, um ein vernünftiges Bild zu erhalten.
10 Bilder à 1/25s gemittelt.


 

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